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Am 21. Januar 1949 wurde der
umzäunte Sportplatz im Raibacher Tal eingeweiht, in den die Mitglieder immense
Arbeit investiert hatten. Ein Jahr später feierte man dort den Aufstieg in die
A-Klasse. Viele weitere begeisternde Fußballschlachten sollten auf der
„Kampfbahn rote Erde“ folgen. Die Meisterschaft in eben dieser Klasse 1955,
läutete die sportlich wohl glanzvollste Ära der Spielvereinigung ein. Über eine
Aufstiegsrunde konnte man sich für die 2. Amateurliga Darmstadt Gruppe Süd
qualifizieren und gehörte dieser Liga mit einer einjährigen Unterbrechung bis
1962 an. Spielernamen wie Erich Ebeling - vormals beim Hamburger SV und
Eintracht Frankfurt am Ball- Heiner Dittel, Groß-Umstadts bis heute größtes
Eigengewächs, die Brüder Albert und Karl Wolf, Günter Weise oder Herbert Misof
prägten diese Zeit.
Mitte der sechziger Jahre wurde das Angebot bei der SpVgg. dann um eine Fußball-Altherrenabteilung erweitert. Damals wie heute genießt die Geselligkeit in dieser Abteilung mindestens einen ebenso hohen Stellenwert wie der Sport. 1965 übernahm dann erstmals Werner Fricke den Vereinsvorsitz. Er sollte fortan die Geschicke der SpVgg. mit kurzer Unterbrechung insgesamt 17 Jahre leiten und ist damit auch heute noch der dienstälteste Vorsitzende des Vereins. Sportlich indes begab sich die Spielvereinigung zwischen 1966 und 1974 auf Talfahrt in der B-Liga. In diese Zeit, exakt 1971, fiel dann auch der mit einigem Wehmut verbundene Umzug vom traditionsreichen Sportplatz „Raibacher Tal“ ins neue städtische Stadion am Schwimmbad, dem heutigen Ludwig-Wedel-Stadion. Drei Jahre später, 1974, durfte endlich auch wieder gejubelt werden. Unter dem Spielertrainer Heiner Dittel gelang der Aufstieg in die A-Klasse, wo man sich vier Jahre lang halten konnte. Ausgerechnet im Jahr des 50. Vereinsjubiläums 1978 musste man aber erneut in die B-Klasse absteigen.
Einen weiteren Meilenstein in
ihrer Vereinsgeschichte setzte die SpVgg. 1980 mit der Einweihung des in
überwiegender Eigenhilfe entstandenen Clubheims am städtischen Stadion. Immense
Arbeitsstunden seitens der Mitglieder wurden in den
1979 begonnenen Bau investiert,
deren Triebfedern die Mitglieder Walter Berle, Hermann Heil und Albert Wolf
waren.
Trotzdem wurde der Beginn der
neunziger Jahre für die SpVgg. zum Fahrstuhl. 1991 erneut der Abstieg, nur ein
Jahr später Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Diese Aufstiegssaison 1991/92
geht als die bisher erfolgreichste Spielzeit in die
Vereinsgeschichte ein, In 26
Punktspielen musste das damalige Erfolgsteam von Spielertrainer Ralf Jünger
keine einzige Niederlage hinnehmen.
1997 war derlei sportlicher
Lorbeer aber längst verwelkt, am Ende der Saison stand wieder einmal der Abstieg
in die A-Klasse. Dort wäre man um ein Haar durchgereicht worden. Am Ende der
Saison 1997/98 musste man in die Abstiegsrelegation gegen
den zweitplatzierten der B-Liga Viktoria Dieburg und erst ein Treffer im
entscheidenden zweiten Spiel kurz vor Schluss zum 2:1 (Hinspiel 1:1) sicherte
die weitere Zugehörigkeit zur A-Klasse. Nach einer Phase der Stabilisierung
wurde die Saison 2001/02 zu einer ähnlich leidvollen Spielzeit. Abermals musste
die SpVgg. die Abstiegsrelegation gegen den Tabellenzweiten der B-Liga, diesmal
den FC Ueberau, bestreiten, konnte diesen Vergleich dann aber dank eines
bärenstarken Auftritts im Hinspiel (5:1-Sieg) souverän für sich entscheiden. Zu
diesem Zeitpunkt hatte bereits Thomas Schmidt, ein Groß-Umstädter Eigengewächs
und durch seine Regionalligakarriere bei Kickers Offenbach und dem SV Darmstadt
98 eine absolute Vorbild- und Integrationsfigur, die sportliche Leitung bei der
Spielvereinigung übernommen. Und mit ihm scheint auch der sportliche Erfolg
zurückzukehren. Bereits im Sommer 2002 konnte man nach vielen erfolglosen Jahren
endlich wieder einmal die
Groß-Umstädter Stadtmeisterschaft gewinnen und die anschließende Saison 2002/03
mit vielen jungen Akteuren, mutigem Offensivfußball und einer Platzierung im
oberen Tabellendrittel abschließen.
Nach dem Tiefpunkt mit dem
Abstieg der 1. Mannschaft in die 1. Kreisklasse, wurde 1993 unter Heinz
Brandenburg, der seit 1991 bis zum heutigen Zeitpunkt die Führung der Abteilung
inne hat, eine neue Ära eingeleitet: die 1. Mannschaft wurde um Andreas Höfgen
mit Spielern aus der eigenen Jugend verstärkt, wodurch man 1995 und 1996 den
Aufstieg bis in die Bezirksklasse und 1995 sogar den Hessenpokal der 1.
Kreisklassen verbuchen konnte. Während die Seniorenmannschaften den Aufwind
genossen, nahm die Begeisterung im Jugendbereich langsam ab. Von einstmals sechs
Jugendmannschaften sind bis heute nur noch zwei übrig geblieben. Doch im
Seniorenbereich hielten die Erfolge weiter an. Die 1. Mannschaft schaffte den
Aufstieg in die Bezirksliga, die 2. kam bis in die Bezirksklasse, die 3. in die
1. Kreisklasse und die 4. in die 2. Kreisklasse. Des Weiteren gelang der 4.
Mannschaft 1999 der Gewinn des Hessenpokals.
Nachdem die 1. Mannschaft im ersten Jahr in der
Bezirksliga den Abstieg knapp verhindern konnte, spielte sie ab dem zweiten
Jahr um den Aufstieg mit, während die 2. Mannschaft die zwei Abstiege bis in die
1. Kreisklasse hinnehmen musste. Nach den Änderungen im Reglement, die Bälle
wurden größer und die Sätze kürzer, errang die 1. Mannschaft 2002 den bisher
größten Erfolg. Andreas Höfgen, Torsten Knöß, Thomas Werkmann, Jens Neubauer,
Michael Prädel – er spielte schon 1983 in der Bezirksligamannschaft – und Timo
Hammermeister gelang die Meisterschaft in der Bezirksliga und der damit
verbundene Aufstieg in die Bezirksoberliga. In diesem Jahr konnte man die Klasse
mit einem hervorragenden 5. Tabellenplatz sichern. Die erfolgreiche Saison
wurde außerdem noch mit dem souveränen Aufstieg der 2. Mannschaft in die
Kreisliga abgeschlossen.
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